Alleinkandidatur für die Bürgermeisterwahl am 19. April 2026
Am 27. Februar 2026 hat der Gemeindewahlausschuss getagt – mit einem besonderen Ergebnis: Für die Wahl zum ersten hauptamtlichen Bürgermeister Bönningstedts ist genau eine Bewerbung eingegangen. Meine. Die Mitglieder der Bönningstedter CDU um ihren Fraktionsvorsitzenden Björn Kass und Bürgermeister Max Kommorowski haben mir einstimmig ihre offizielle Unterstützung für die Bürgermeisterwahl am 19. April ausgesprochen und mich als Kandidaten nominiert. Auch SPD und Grüne, mit denen ich ebenfalls sehr gute Gespräche führen durfte, unterstützen meine Kandidatur und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Dafür herzlichen Dank.
Natürlich wären Gegenkandidaten eine zusätzliche Herausforderung gewesen und ich hätte mich einem fairen Wettbewerb inhaltlich gerne gestellt. Unterschiedliche Ideen und ein offener Austausch können durchaus Impulse geben.
Der ehemalige Bürgermeister Rolf Lammert (CDU), Bürgermeisterkandidat Helge Tiemann (parteilos) und CDU-Fraktionsvorsitzender und 3. stellv. Bürgermeister Björn Kass
Gleichzeitig habe ich Verständnis dafür, dass sich niemand sonst beworben hat. Dieses Amt ist kein Nebenjob. Es ist eine Aufgabe mit enormer Verantwortung, hoher zeitlicher Belastung und der Erwartung, immer ansprechbar zu sein. Bönningstedt soll einen fachlich versierten, gut vernetzten Bürgermeister bekommen, der bereit ist, vom ersten Tag an anzupacken und in der Öffentlichkeit zu stehen.
Ich weiß, worauf ich mich einlasse. Seit rund sechs Monaten arbeite ich mich intensiv und gemeinsam mit den handelnden Akteuren sowie Fachleuten in zentrale Themen ein. Mobilität und eine spürbare Verbesserung der Verkehrssituation gehören dazu, ebenso die Unterstützung unserer Vereine, die Weiterentwicklung des Gewerbegebiets Nord und die Frage, wie wir möglichst unbürokratisch unsere Wirtschaftskraft stärken. Vor allem aber beschäftigt mich unsere finanzielle Lage, denn unser Haushalt sieht nicht gut aus. Das ist zwar ein strukturelles Problem, das alle Gemeinden und Städte in der Region betrifft, darf aber keine Ausrede sein, um nichts daran ändern zu wollen. Der erste hauptamtliche Bürgermeister im Kreis Pinneberg und in der gesamten Region ist eine große Chance für Bönningstedt und kann ein Wettbewerbsvorteil sein – wenn wir es jetzt richtig machen, neue Wege gehen und weniger bürokratisch denken.
Auch ohne Gegenkandidaten wird es Wahlkampf geben. Ab dem 9. März starte ich mit einem Haustürwahlkampf. Warum? Weil Beteiligung keine Einbahnstraße ist. Natürlich kann man mir schreiben oder meine Webseite besuchen. Aber das ist immer eine Hürde. In den vergangenen Monaten habe ich erlebt: Wenn man Menschen direkt anspricht, entstehen Gespräche, die sonst nie geführt worden wären. Herausforderungen werden geschildert, Ideen entwickelt – oft ganz spontan. Diese Menschen möchte ich erreichen. Und genau das will ich auch als Bürgermeister fortsetzen: offene Formate, kurze Wege, vielleicht eine regelmäßige, spontane Bürgersprechstunde ohne Voranmeldung, zum Beispiel auf dem Marktplatz.
Jetzt geht es darum, weiter inhaltlich zu arbeiten, zuzuhören und Vertrauen aufzubauen. Ich möchte, dass so viele Bönningstedterinnen und Bönningstedter wie möglich am 19. April zur Wahl gehen. Unsere Bürgerinnen und Bürger haben das Wort – mit einem klaren Ja oder Nein. Ich werbe um dieses Vertrauen mit Respekt vor der Aufgabe und mit großer Leidenschaft für unser Dorf.
Bönningstedt, 1. März 2026