Besuch eines Vorzeigeprojekts: Neues betreutes Wohnen in der Bahnhofstraße
Am 16. Januar hatte ich die Gelegenheit, das frisch fertiggestellte Johanniter-Wohnbauprojekt in der Bahnhofstraße, nahe der Kreuzung Kieler Straße, zu besuchen. Gemeinsam mit Kähler Bau-Geschäftsführer Lars Dücker und dem Architekten Frank Stüven konnte ich mir ein umfassendes Bild von diesem neuen Wohnangebot in Bönningstedt machen.
Entstanden ist hier ein durchdachtes Konzept für betreutes Wohnen: in unmittelbarer Nähe zum Zentrum, zu Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten, der Apotheke und der AKN, die bald zur S-Bahn wird. Vor allem aber nah am Leben. Das Angebot richtet sich an Menschen, die ihr Einfamilienhaus im Alter nicht mehr selbstständig bewirtschaften können, aber dennoch in ihrem Heimatort oder in der Nähe ihrer Familie bleiben möchten. Viele der künftigen Bewohnerinnen und Bewohner sind Bönningstedter, alleinstehend oder verwitwet. Für sie bietet diese Wohnanlage die Chance, neue Kontakte zu knüpfen und selbstbestimmt zu leben – ohne den Schritt in ein Alten- oder Pflegeheim gehen zu müssen, der vielen schwerfällt.
Die 41 barrierefreien Wohnungen sind modern, energieeffizient und mit einem guten Serviceangebot verbunden. Ein 24-Stunden-Notrufsystem, Gemeinschaftsräume und die Anbindung an die Johanniter schaffen Sicherheit und fördern das Miteinander. Dass es mehr Bewerber als Wohnungen gibt, zeigt: Der Bedarf ist da. Betreutes Wohnen ist eine sympathische und wichtige Alternative – allerdings auch eine, die Geld kostet.
Genau aus diesem Grund ist für mich klar: An erster Stelle müssen wir unsere Bürgerinnen und Bürger entlasten. Und das ist möglich. Zusätzlich müssen wir neben betreutem auch bezahlbaren Wohnraum schaffen. Nicht, um zu wachsen, sondern um den Menschen, die hier gerne leben, auch künftig ein Zuhause zu ermöglichen – ganz gleich ob junge Familien, Senioren oder Normalverdienern. Weil steigende Preise und Kosten uns allen hart zusetzen.
Ich durfte die Anlage gemeinsam mit Bürgermeister Max Kommorowski und Jennifer Drews, Kreistagsabgeordnete aus Rellingen, besichtigen. Mein Dank gilt den Johannitern, Kähler Bau und Jennifer Drews für die Einladung und den offenen Austausch.
Mein Fazit: Ein gelungenes Projekt und ein wichtiger Baustein für die soziale und verantwortungsvolle Entwicklung Bönningstedts. Unser Dorf braucht eine Mischung aus gefördertem, frei finanziertem und betreutem Wohnraum – durchdacht, sozial verträglich und vor allem so geplant, dass Bönningstedt auch Bönningstedt bleibt. Als Bürgermeister werde ich alles daran setzen, unser Zuhause in diesem Sinne zu entwickeln.
Bönningstedt, 18. Januar 2026