Unterwegs in Bönningstedt: Meine erste Woche Haustürwahlkampf

Mit Flyer unterwegs: 2.500 Haushalte möchte ich bis zum 19. April besuchen.

Seit dem 16. März heißt es für mich täglich: Mantel an, Flyer einpacken, klingeln, vorstellen, zuhören. Straße für Straße bin ich in Bönningstedt unterwegs und suche das direkte Gespräch mit unseren Bürgerinnen und Bürgern – an der Haustür, auf dem Gehweg oder manchmal auch am Wohnzimmertisch.

Zu Beginn meines Wahlkampfes habe ich mir ein klares Ziel gesetzt: Ich möchte mit möglichst vielen Bönningstedterinnen und Bönningstedtern persönlich sprechen.

Daran hat sich nichts geändert – auch nicht dadurch, dass ich ohne Gegenkandidaten antrete. Lediglich der Fokus hat sich verschoben: Neben dem Kennenlernen und dem Austausch möchte ich vor allem auf die Bürgermeisterwahl aufmerksam machen und dafür werben, dass möglichst viele Menschen zur Wahl gehen.

Ja, mit nur einem Kandidaten ist eine Wahl vermutlich nicht die spannendste. Aber sie ist wichtig. Es wartet viel Arbeit und ich bin bereit, anzupacken. Das geht jedoch nur, wenn wir am 19. April mehr Ja- als Nein-Stimmen holen. Eine hohe Wahlbeteiligung bedeutet dabei zusätzlichen Rückenwind und sorgt dafür, dass ich ab dem 1. Oktober mit einem starken Mandat und viel Vertrauen an die Arbeit gehen kann. Genau darum bitte ich Sie.

Was mich während meiner ersten Woche Haustürwahlkampf besonders freut: Die Quote der Menschen, die ich tatsächlich zu Hause antreffe, ist enorm hoch – auch unter jungen Menschen, die häufig im Homeoffice arbeiten oder wegen der Frühjahrsferien in Hamburg Urlaub haben. Noch erfreulicher sind nur die Gespräche selbst.

Oft bleibt es nicht bei einem kurzen Vorstellen. Immer wieder dauern Begegnungen 15 Minuten oder länger. Es geht um große Zukunftsfragen für unser Dorf und um die kleinen Alltagsprobleme, die dringend gelöst werden müssen – und gelöst werden können.

Dabei bekomme ich viel positives Feedback, treffe bekannte Gesichter wieder und lerne viele neue Menschen kennen. Die Themen selbst sind so vielfältig wie unser Ort. Es geht um konkrete Probleme mit den Schließzeiten der AKN-Schranken, den schlechten Zustand unserer Straßen und Radwege, Fragen zur Ortsentwicklung aber auch ganz praktische Anliegen aus dem Alltag.

Immer wieder spreche ich auch über das, was Bönningstedt besonders macht: unser Vereinsleben und das große ehrenamtliche Engagement. Viele Menschen engagieren sich bereits. Andere würden sich gerne einbringen – wissen aber oft gar nicht, welche Angebote es gibt. Genau hier möchte ich ansetzen. Es braucht dringend bessere Koordination, mehr Austausch zwischen den Generationen, eine breitere Kommunikation von Veranstaltungen und weniger Bürokratie bei der Unterstützung. Ja, wir brauchen neue Angebote. Aber unser Dorf hat auch jetzt schon viel zu bieten. Häufig fehlt nur die Sichtbarkeit.

Hin und wieder wird es an den Haustüren auch politisch. Natürlich habe ich klare Ideen und Ziele für Bönningstedt und weiß sehr genau, welche Herausforderungen wir wie angehen müssen. Schließlich bereite ich mich seit inzwischen 8 Monaten intensiv vor. Trotzdem ist mir eines besonders wichtig: Ich bin kein Politiker – und möchte auch keiner sein.

Ein hauptamtlicher Bürgermeister ist in erster Linie Verwalter, Dienstleister und Kümmerer für die Gemeinde. Meine Hauptaufgaben sehe ich darin, mich um die Herausforderungen und Probleme unserer Bürgerinnen und Bürger zu kümmern, Ideen und Strategien für Bönningstedt zu entwickeln, unsere ehrenamtlichen Politikerinnen und Politiker bestmöglich zu unterstützen, Beschlüsse professionell vorzubereiten und anschließend effizient umzusetzen.

Wichtige Informationen zur Wahl am 19. April

Am 19. April wählt Bönningstedt erstmals einen hauptamtlichen Bürgermeister in Vollzeit – also einen Verwaltungsleiter, der sich jeden Tag ausschließlich um die Belange unserer Gemeinde kümmert.

Wer kandidiert?

Ich kandidiere parteilos. Während der viermonatigen Bewerbungsfrist haben sich keine weiteren Kandidaten gefunden.

Wer darf wählen?

Alle Deutschen und Staatsangehörigen von EU-Mitgliedstaaten ab 16 Jahren, die seit mindestens sechs Wochen in Bönningstedt leben.

Wo wird gewählt?

In der Grundschule Bönningstedt.

Wie beantrage ich Briefwahl?

Briefwahl ist bereits möglich und kann auf mehreren Wegen beantragt werden:

  1. per QR-Code über die Wahlbenachrichtigung

  2. per E-Mail an das Wahlbüro unter Angabe Ihres Namens, Ihres Geburtsdatums und Ihrer Anschrift

  3. postalisch mit denselben persönlichen Daten

  4. mit Wahlbenachrichtigung oder Personalausweis persönlich vor Ort im Gemeindebüro

Warum wählen, wenn es nur einen Kandidaten gibt?

  • Weil Demokratie vom Mitmachen lebt.

  • Weil Wählen Bürgerpflicht ist.

  • Weil Wahlen Geld kosten.

  • Vor allem aber: Damit wir arbeiten können.

Bönningstedt liegt mir am Herzen. Ich möchte unser Dorf langfristig handlungsfähig und attraktiv für alle Generationen machen. Dafür brauche ich Ihre Unterstützung. Dafür brauche ich Ihre Stimme.

Ich freue mich auf viele weitere Gespräche in den kommenden Wochen. Sprechen Sie mich an – oder öffnen Sie mir die Tür.

Bönningstedt, 21. März 2026
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